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Veröffentlicht in: on 26. Juni , 2008 at 19:37 Kommentare (0)

Aragorn im Wandel der Zeiten

Zur Karnevallisierung innerhalb der DTG

Im Jahre 1956 versetzte J. R. R. Tolkien uns in eine Welt am Rande unseres Vorstellungsvermögens.

Der Her der Ringe war geboren und Tausende versuchten die Figuren Mittelerdes in unsere Welt zu holen Ein jeder wie er sich das Buch vorstellte. Aragorn der Waldläufer in Strumpfhosen und grünem Hut; Aragorn der strahlende Ritter im Kettenpanzer; Aragorn der Streicher in zerlumpter Tunika…

Im Jahre 2001 versetzte Peter Jackson uns in seine Vision von Mittelerde.

Als der Herr der Ringe in die Kinos kam, bekam Arda ein „offizielles“ Gesicht. Erstmals hatten wir wenn wir den Namen Aragorn hörten ein einheitliches Bild im Kopf…

Im Jahre 2008 hat sich der Film-Hype wieder gelegt, aber in der Darstellung Mittelerdes scheint sich ein gewisser Kanon gebildet zu haben.

Sieht man sich nun Darstellungen des Herrn der Ringe an, so scheint es gewisse Regeln zu geben, wie ein passendes Kostüm auszusehen hat. So trägt der Aragorn von Heute eine grüne Tunika entlehnt an das 12. Jhd., Schnürlederjeans, einen braunen Wollumhang und Stiefel aus dem Fundus des Bundeswehr.

Durch diese Entwicklung gerät die Gemeinschaft der Tolkienfans immer mehr in Gefahr einen großen Teil ihrer bisherigen Entwicklung zu verlieren. Ein Stück Fandomkultur das verloren geht.

Schlägt man in einem beliebigen Lexikon unter dem Begriff „Fantasy“ nach, so findet man schnell sinngemäß den Hinweis dieses Genre behandle [... der Phantasie entsprungene Themen...]. Sucht man hernach nach „Phantasie“, so kann man in etwa lesen [...] ein der Phantasie entsprungenes Gebilde sei nur an die Grenzen der Vorstellungskraft gebunden [...].

Die Grenzen der Vorstellungskraft scheinen sich heute leider in Mittelaltermarkt und Pannesamt zu erschöpfen. Und auch einfallsreichere Gewänder scheinen sich sehr an historischen Vorlagen zu orientieren. Dagegen ist nichts einzuwenden, auch Tolkien hat sich Inspiration in der Geschichte geholt. Doch dürfen wir dabei nicht vergessen, dass Mittelerde nun mal NICHT unsere Welt ist, und dass jeder Tolkienfan frei darin ist seine eigene Version von Mittelerde darzustellen. Auch wenn er sich dabei nicht oder an anderen historischen Fakten orientiert….

Ich freue mich auf weitere einfallsreiche Bilder und Kostüme aus Mittelerde, auf mehr Waldläufer in Strumpfhosen, Ranger mit Lederjacken, Korsaren…

Veröffentlicht in: on 10. Juni , 2008 at 19:57 Kommentare (0)

Stammtisch im Mai

Hiho!

unser Stammtisch ist diesen Monat nicht am Sa,

sondern am So (11.5.).

Nachmittags werden wir wohl die jungen Ents am Uniteich Augsburg begutachten gehen, und es uns dort gemütlich machen, und abends treffen wir uns im Kaffeehaus Thalia. (more…)

Veröffentlicht in: on 8. Mai , 2008 at 21:53 Kommentare (0)

April-Stammtisch

Wir treffen uns wie üblich auch im April:

Am Samstag, dem 12. April 2008.

Der Nachmittagsteil findet ab 16 Uhr bei Lindir statt. Abends sind wir dann ab 20 Uhr im Annapam. (more…)

Veröffentlicht in: on 11. April , 2008 at 15:24 Kommentare (0)
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Arrrr!

Die geplante Kaperfahrt wird auf unbestimmte Zeit verschoben, da der Isen zu wenig Wasser führt, und nicht schiffbar ist.

Die Mannschaft bekommt Landgang und hat sich nach den nächsten starken Regenfällen ungefragt an Bord der ‘Fürstin der Finsterniss’ einzufinden!

Wer zurückbleibt, wird zurückgelassen! Arrrr!

Veröffentlicht in: on 11. März , 2008 at 17:02 Kommentare (2)

Avast!

Aufruf zur Kaperfarhrt!

Arrrr! Kapitän Long John Lindir sucht Rekruten für einen geplanten Besuch, äh eine Kaperfahrt an die Gärten des Isen. Es lockt reiche Beute.

Wir werden am Sa, 15. März 1694 von unserem Heimathafen aus ablegen und am Sa, 15. März, Spätabends bzw. So, 16. März, Frühmorgens wieder siegreich heimkehren. Schiffszwieback und Rum ist reichlich vorhanden.

Die gemachte Beute wird auf übliche Weise geteilt und in Form von Elbensternen an alle Beteiligten verteilt. Arrr!

 

Alle tapferen Seemänner die sich dieses Abenteuer zutrauen melden sich im Gasthaus zum Goldenen Schiff! Dort findet ihr auch weitere Neuigkeiten, sollte es sie geben.

Avast

Veröffentlicht in: on 18. Februar , 2008 at 13:36 Kommentare (0)

Buchvorstellung

Neverwhere - Neil Gaiman

Der Hintergurnd
Neverwhere entstand während, bzw nach den Dreharbeiten zur der Gleichnamigen BBC-Kurzserie, bei der Gaiman auf immer mehr Ideen und Szenen verzichten musste. Das Buch wurde geschrieben um quasi eine Aufarbeitung der Serie zu sein, und um all die auf der Strecke gebliebenen Ideen nicht zu verlieren.

Die Handlung
Neverwhere spielt im heutigen London, bzw im London der 90ger Jahre. Richard Mayhew, Schotte arbeitet seit einigen Jahren in London. Sein Leben läuft in geregelten Bahnen, er hat einen guten Job, eine solide Wohnung und eine Verlobte, die er niemals davon überzeugen wird dass er nicht gerne ins Museum geht.

Eines Abends findet er – auf dem Weg zu einem wichtigen Treffen – eine verletzte junge Frau auf der Straße liegen. Ohne weiter darüber nachzudenken, und ohne auf seine Verlobte zu hören, hilft er ihr. Er bringt sie in seine Wohnung und kümmert sich um sie.

Durch diese Handlung gerät sein Leben aus der Bahn.

Die junge Dame verhält sich merkwürdig: Sie spricht mit einer Ratte, behauptet diese zu verstehen, schickt ihn, Richard durch London um einen gewissen Marquis zu treffen, in einer Straße von der er nichtmal wusste dass es sie gibt. Es geschehen noch einige seltsame Sachen bevor der geheimnisvolle Retter das Mädchen mit dem Namen „Door“ mit sich nimmt, und alles wieder seinen gewohnten Gang gehen könnte.

Am nächsten Morgen stellt Richard fest dass es ihn nicht mehr zu geben scheint.

Die Taxis ignorieren ihn, sein Arbeitsplatz existiert nicht mehr, seine Bankkarte ist ungültig, seine Freundin erkennt ihn sich mehr und als er wieder in seine Wohnung zurückkommt, stehen gerade die Nachmieter darin und beklagen sich über das dort herrschende Chaos. Er scheint nicht mehr zu existieren.

Richard macht sich auf die Suche nach seinem einzigen Ankerpunkt, nach Door und dem Marquis um von ihnen sein Leben zurückzufordern. Und er lernt dabei ein anderes London kennen, ein gefährlicheres, ein „wörtlicheres“…

Der Autor
Neil Gaiman (1960ger Jahrgang) ist vor allem durch seine Sandman-Comicserie bekannt geworden.

Dass er auch gute Geschichten-ohne-Bilder schreiben kann, wissen wir ja seit wir „Good Omens“ gelesen haben, dass er zusammen mit Terry Pratchett schrieb.

Überhaupt haben Gaiman und Pratchett zum einen einen sehr guten Draht zueinander, und zum Anderen eine sehr ähnliche Art die Welt zu betrachten, hinter die Dinge zu schauen und sie vor allem wörtlich zu nehmen.

In seiner Einleitung schreibt Neil Gaiman er wolle mit Neverwhere ein „Alice im Wunderland für Erwachsene“ schreiben. Und das ist ihm auch gelungen.

Tolkienbezug
Ist auf den ersten Blick nicht vorhanden.

Auf den zweiten Blick auch nicht.

Aber das ist so nicht ganz richtig. Denn nach Tolkien orientiert sich (fast) jeder Fantasy-Autor am Herrn der Ringe, sei es dass er ihn zum Vorbild nimmt, oder dass er versucht etwas komplett anderes zum machen. Also ist “Kein Tolkienbezug” schon “Tolkienbezug” genug.

Veröffentlicht in: on 15. November , 2007 at 23:35 Kommentare (0)

The well dressed Wench – weibliche Piraten

Überraschung: Es gibt keinen “Dresscode” für weibliche Piraten.

Es gibt ein paar Piratinnen von denen wir wissen, und diese haben sich meist nach der Männermode gekleidet. Wird auch praktischer gewesen sein.

In der amerikanischen GaoP-Reenactmensscene gibt es viele Frauen die sich dafür entscheiden als “Schankmaid” aufzutreten.

Und natürlich könnte man als Frau auch enführt worden sein, aber ich denke nicht dass wir die richtigen dafür sind. Arrr! Und außerdem wäre in unserem Fall dann wohl Elbenkleidung angebrachter.

Und auch heute wieder der Hinweis: Der Herr der Ringe ist ein Fantasy-Buch. Wenn es um Piratendarstellung aus der Herrn der Ringe geht, dann können wir uns an historische Überlieferungen halten, müssen aber nicht.

Hier jedenfalls mal ein kurzer Überblick über die weibliche Kleidung zu dieser Zeit.

Kenne deinen Feind.

 

The Getting Dressed Guide for Women – 1680s-1720s

Kleiner Hinweis zum Anfang. Wir sprechen hier in etwa von der Zeit in der auch das Friedberger Altstadtfest spielt. Nur halt in Bayern und nicht in der Karibik.

Unterkleid

Kemma eh schon.

War in etwa wie die Männervariante, bloß länger.

Petticotes

Röcke. Mindestens zwei.

Der Schnitt ist recht einfach. Zwei Stoffteile zusammen nähen und am Bund in Falten legen. Die Schuhe sollten sichtbar sein, also nicht zu lang. Röcke sollten nicht gerafft werden. Man könnte ja eure Beine sehen.

Schnürbrust (Stays)

Waren angeblich recht bequem, auch wenn ichs nicht so recht glauben kann.

Es gab vollverstärkt,und auch halbverstärkte Varianten. Vollverstärkt bedeutet dass die Stäbe (Fischgrat) nebeneinander liegen. Bei der halbverstärkten Variante ist bis zu 2cm Platz zwischen den Stäben. Ist also keine Vergleich zu den Corsagen die wir zu Hause im Schrank haben, und die mit etwa 8 Stäben insgesamt auskommen. Es scheint auch möglich gewesen zu sein die Dinger mit Hanfschnüren zu verstärken Ich trage mich mit dem Gedanken das mal auszuprobieren.

Wichtig ist dass eine konische Oberkörperform erreicht wird, wie sich auf entsprechenden Zeichnungen zu sehen ist.

Wichtig: Die Schnürbrust wurde nicht kreuzweise geschnürt, sonder spiralförmig.

Schuhe

Da haben wir das gleiche Problem wie bei den Männern.

Kopfbedeckungen

Frauen haben eigentlich keine Dreispitze getragen. Außer zum reiten.

Es wurden verschiedene andere Kopfbedeckungen getragen. Die meisten waren Varianten einer Kappe wie sie auch auf der Friedberger Zeit getragen wurde.

So ne Kappe hatte und hat zwei Vorteile: Sie hält das Haar aus dem Gesicht und verhindert dass sie dreckig werden. Die Kopfbedeckung sollte das ganze Haar aufnehmen, wobei ein Bischen auch gezeigt werden durfte. Die Hauptmasse sollte aber verborgen sein. Falls keine Kappe getragen wurde, wuden die Haar IMMER hochgesteckt.

Über der Kappe konnte ein Hut getragen werden. Ende des 17. jhd waren schwarze oder weiße Hüte sehr beliebt.

Schultertuch

Schultertücher waren sehr beliebt und sehr einfach herzustellen: Ein quadratisches Stück Leinen, zum Dreieck gefaltet. Der Zipfel nach hinten und die Enden über der Brust überkreuzt und festgesteckt oder verknotet.Sie schienen ziemlich essentiell gewesen zu sein.

— hier endet die Grundausrüstung —-

Manteu

Eine Mischung aus Robe und Mantel, die über der Kleidung getragen wurde. Sie war vorne offen und wurde oft kunstvoll um den Hintern herum drapiert.

Strümpfe

siehe Männer

Schürze

Ein Rechteck aus Leinen mit ner Schnur dran. Wurde über dem obersten Rock getragen.

Selbstverständlich wenn es was zu Arbeiten gab. Interessanterweise waren sie aber auch beim Adel sehr beliebt, da man dachte sie sähen sehr weiblich aus.

Taschen

An einem Bändel um die Hüfte gebunden und unter dem obersten Rock getragen.

Was man auf gar keinen Fall tun sollte:

  • Stiefel tragen
  • ein Renaicance Mieder tragen
  • die nackte Schulter zeigen
  • Röcke Raffen
  • die schnürbrust kreuzweise schnüren
  • das Haar runterhängen lassen

Diese Infomationen sind aus diversen Quellen zusammengetragen. Außer den schon genannten Seiten ist noch www.marquise.de interessant.

Veröffentlicht in: on 18. Oktober , 2007 at 17:41 Kommentare (0)

Avast! Oktoberstammtisch verschoben!

Servus,
leider müssen wir unseren Oktoberstammtisch aus Teilnehmermangel verschieben.
Er wird also nicht am kommenden, sondern erst eine Woche später am Samstag, den 20.10. stattfinden.

Und auch nicht bei Lindir oder Tulkas, sondern bei IRis - das bin ich - zuhause.

Veröffentlicht in: on 10. Oktober , 2007 at 13:02 Kommentare (0)

So you want to be a pirate?

Ich möchte euch mal einen kurzen Überblick darüber zu geben, was ich in letzter Zeit über Piraten gelesen habe. (Wenn ich hier von Piraten spreche dann meine ich Piraten zur Zeit des Goldenen Zeitalters der Piraterie (GaoP, 1690 – 1730 n.Chr.).

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch:

Die Schlechte zuerst: Piraten trugen keine Stulpenstiefel. Und auch keine Gehröcke. Und nicht unbedingt einen Dreispitz.

Nun die gute Nachricht: Der Herr der Ringe ist ein Fantasy-Buch. Wenn es um Piratendarstellung aus der Herrn der Ringe geht, dann können wir uns an historische Überlieferungen halten, müssen aber nicht. (more…)

Veröffentlicht in: on 29. September , 2007 at 18:35 Kommentare (0)